Die Weigle-Orgel der Stephanuskirche
Die Orgel wurde 1985 von der damals ortsansässigen Firma Weigle
gebaut (Intonation: K. Mühleisen). Sie hat eine mechanische Spiel- und
eine mechanische Registertraktur, zwei schwellbare Werke und ein Windventil
im Innern der Orgel zur Abschwächung des Winddrucks. Die Orgel ist nach
Neidhardt (1729) gestimmt.
Über dem Spielschrank befindet sich das Brustwerk; darüber ist das
Hauptwerk angeordnet, das von C- und Cis-Seite des Pedals flankiert
wird. Hinter dem Stimmgang steht das über die gesamte Orgelbreite
verteilte Schwellwerk, dahinter - tiefergestellt - stehen die großen
Pedalpfeifen Principal 16' und Posaune 16' (aus Holz).
Der Prospekt zeigt den Prinzipal 16' des Hauptwerks (ab Fis, die
sechs größten Pfeifen stehen innen links und rechts neben dem
Brustwerk).
Ein gravitätischer Klang, die verbindende Beziehung der Werke
untereinander, die Betonung der 16' und 8'-Lagen, mehrere streichende
8'-Stimmen, die Anordnung von Quint- und Terzregistern in jedem Werk und
insgesamt relativ tiefliegende Mixturen kennzeichnen die Konzeption der
Orgel.
Über viele Jahre wurden hier durch den Bezirkskantor Klaus Schulten
sowie andere Organistinnen und Organisten neben vielen verschiedenen
Orgelstücken aus alter und neuerer Zeit fast alle großen Werke von Bach,
Liszt, Mendelssohn und Reger aufgeführt. Dazu erklangen einige Ur- und
deutsche Erstaufführungen.
Nähere Informationen zur Orgel in der Festschrift "Die Evangelische
Kirche in Echterdingen und ihre Orgeln" und bei Bezirkskantor Sven-Oliver Rechner
.
Disposition der Weigle-Orgel
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| Brustwerk | Hauptwerk | Schwellwerk | Pedal |
| I.Manual | II. Manual | III. Manual |
| Gedeckt 8' | Principal 16' | Bourdon 16' | Principal 16' |
| Quintade 8' | Principal 8' | Principal 8' | Subbass 16' |
| Principal 4' | Holzflöte 8' | Rohrflöte 8' | Octave 8' |
| Rohrflöte 4' | Gamba 8' | Salicional 8' | Gemshorn 8' |
| Sesquialtera 2f. 2 2/3' | Octave 4' | Voix céleste 8' | Violoncello 8' |
| Schweizerpfeife 2' | Spitzflöte 4' | Octave 4' | Oktave 4' |
| Gemsquinte 1 1/3' | Quinte 2 2/3' | Blockflöte 4' | Hintersatz 5f 4' |
| Mixtur 4f. 1 1/3' | Octave 2' | Nasat 2 2/3' | Basszink 3f. 5 1/3' |
| Cromorne 8' | Mixtur 5f. 2' | Waldflöte 2' | Posaune 16' |
| Tremulant | Cornet 5f. 8' | Terz 1 3/5' | Trompete 8' |
| III/I | Trompete 8' | Sifflöte 1' | Klarine 4' |
| | Trompete 4' | Mixtur 5f. 2 2/3' | I/P |
| | Tremulant | Trompette harmonique 8' | II/P |
| | I/II | Oboe 8' | III/P |
| | | Suboktavkoppel (durchgekoppelt) | |
Die Orgel verfügt darüber hinaus über eine elektronische
Setzeranlage mit 9000 Kombinationsmöglichkeiten.
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